Stimme und Rhythmus

Ziele und Grundgedanken  

„Zahlreiche Körperfunktionen wie Puls, Blutdruck, oder die Körpertemperatur unterliegen der zeitlichen Kontrolle durch eine innere Uhr. … Die innere Uhr wird täglich mit der Umwelt in Einklang gebracht (synchronisiert) und passt sich so dem Wechsel von Tag und Nacht oder Sommer und Winter an. Der Hell/Dunkelwechsel ist der wichtigste Zeitgeber.
Synchronisation der Körperfunktionen untereinander, aber auch mit dem natürlichen Rhythmus der Umwelt ist eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden. Das bedeutet aber auch, dass eine Störung des körpereigenen Rhythmus zu zahlreichen körperlichen Erkrankungen führen kann, aber auch Verhaltensstörungen wie etwa Schlafstörungen, Tagesschläfrigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit,… Jetlag, … Winterdepression.“ (EPBRS European Pineal and Biological Rhythms Society – R. Wessinghage – Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt / Main)

Die "inneren Uhren" des Menschen und damit seine Zeit-Raum-Struktur, werden über das Gesamtsystem seiner biologischen Rhythmen bestimmt und reguliert.

Das Ziel rhythmischer Balancierung ist eine der Individualität entsprechende optimale Anpassungsfähigkeit an die Umwelt und eine Steigerung der Fähigkeit zur persönlichen Stressbewältigung, zur ökonomischen Ausschöpfung eigener Ressourcen und Bewusstmachung sowie kompetenten Nutzung aller Potentiale.

Rhythmen, die Stress- oder Krankheits- bedingt verändert sind, z. B.  Schlaf-Wach-Rhythmus oder BRAC (Basis-Ruhe-Aktivitäts-Zyklus), sollen durch das Erleben  eines passenden  ‚Ruhe-Rhythmus'  wieder  balanciert und synchronisiert werden.  


Dies hat anregenden Einfluss auf die Selbstregulationsfähigkeit

  • des rhythmischen wie funktionellen Gleichgewichts
  • der allgemeinen Belastbarkeit
  • der Schlafrhythmik
  • der Wahrnehmung von Distanz und Geschwindigkeit
  • bei psychisch/emotionalen Dysfunktionen (Aggression, Ängste, Niedergeschlagenheit…)
  • bei mentalen Dysfunktionen (Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Überreizung…)
  • bei körperlichen Dysbalancen (Rückenschmerz, Nackenverspannung, Durchblutungsstörungen in den Extremitäten, Schweißausbruch, Steifigkeit, Übergewicht, Spannungskopfschmerz, Über-/Unterzuckerungszustände, Blutdruckschwankungen/sprünge
  • in Phasen der Regeneration und Rehabilitation

Zur Erreichung dieser Ziele stellt sich die Notwendigkeit der  Darstellung und Beurteilung des Biologischen Rhythmus Systems BRS sowie einer daraus schlüssig resultierenden Methode zur Balancierung des BRS.

Die Stimme und das biologische Rhythmus System

Die Stimme des Menschen ist wie das Herz, der Puls, die Atmung, die Hautleitfähigkeit, die Temperatur, ein äußerst empfindliches Biosignal, das sich entsprechend aller im Organismus ablaufenden Ereignisse verhält. Rhythmik, Kraft, Lautstärke und  Sprechgeschwindigkeit der Stimme reagieren direkt auf jegliche Einwirkung von Stressoren und werden durch die oszillierenden Informationen der Rhythmen wie die sympathischen und parasympathischen Funktionen des vegetativen Nervensystems direkt beeinflusst.

Im Vergleich zu allen anderen Biosignalen nimmt die Stimme eine Sonderstellung ein: sie ist direktes, interaktives Kommunikationsmittel. Sie vermittelt den direkten Austausch von Informationen zwischen externen wie internen Einflüssen. Sie ist direkt und leicht für jeden zugänglich und zu beurteilen. Aus der Stimme hört jeder nicht nur heraus, wie es dem anderen geht, ob er gesund oder krank ist, sondern auch, welche Emotionen ihn bewegen und welche Persönlichkeitsstruktur er hat.

„Sprich, damit ich sehe, wer Du bist“
Sokrates

Aus der Stimme ist zu hören, wie es klingt, wenn sich sämtliche biologische Rhythmen zu einem Biorhythmussystem BRS addiert haben. Die Veränderungen in der Stimme sind summative operative Reaktionen des gesamten Organismus auf Einwirkungen der Umgebung. Die  Stimme spiegelt nicht nur den Endeffekt der zahlreichen Regulationswirkungen auf den Organismus, sondern vermittelt die gesamten kinetischen wie dynamischen und ordnenden Eigenschaften der biologischen Rhythmen in der Gesamtheit als BRS.

Stimmfrequenzanalyse

Stimmanalysen wurden entwickelt u. a. in Medizin, Psychologie, HNO, Logopädie, Säuglings- und Kinderheilkunde, Kriminologie, Luft- und Raumfahrt, Militär, Linguistik, Theater-, Medien- und Kommunikationswissenschaft mit spezieller, vorwiegend medizinisch-psychologischer und sprechtechnischer Zielsetzung.

Die Stimme eignet sich optimal für zeitreihenanalytische Aufarbeitung aufgrund ihrer großen Frequenz-Bandbreite. Stehen EKG und EEG eine Bandbreite von 0 – ca. 100 Hz zur Verfügung, so beurteilt vocalyse® die Frequenzaufsplittung der Stimme über eine Bandbreite von ca. 16 - 5500 Hz

Stimme und Sprachinhalt

 Die Erörterung der Problematik der Stimmaufnahmen und ihrer simultanen Beeinflussung durch Sprachinhalte und Kontexte ist bereits Beweis für die enge Verknüpfung der Stimme mit der individuellen Verfassung des Menschen. Es wurde mit Sätzen, Worten, Zahlenreihen, Einzellauten und Einzelvokalen experimentiert. Der Vorzug, so die Literaturrecherche, geht zur Verwendung  „neutraler“ Vokale, vor allem des Vokals „A“, der unabhängig von Kultur, Intelligenz, Alter (erste Babylaute) und Geschlecht zu erfassen ist.
Den komplexen Inhalt einer Stresssituation zu analysieren, gelingt auf einfache Weise. Aufgrund der Sensibilität und der Tatsache der Vernetzung des BRS genügt es, Stress zu visualisieren, d. h. sich Stresssituationen vorzustellen, und aus dieser Vorstellung heraus die Stimme aufzunehmen.

Dies bietet den Vorteil, Vergangenes noch einmal zu erinnern und dokumentierbar zu machen, aber auch Zukünftiges über Visualisierung auf seine Realisierbarkeit hin zu überprüfen.

Die spezielle Aufnahmetechnik ist unabhängig von Alter, Geschlecht, Kultur, Intelligenz. Das ermöglicht die Darstellung eines un-manipulierten Bildes des Menschen, frei von der Problematik der Selbsteinschätzung (Über- / Unterschätzung) und Fremdbewertung.

Qualität und Quantität

Alle Aussagen, die über die Stimmanalyse möglich sind, beschreiben qualitativ die Art der Funktionalität und Rhythmik des Organismus. Differenzierte Aussagen  quantitativer Art zu Organ- bzw. Gewebesystemen im Sinne einer Diagnose bestimmter Krankheitsbilder können bislang nicht mit in die Aussage im Sinne medizinischer Diagnosen einbezogen werden. Aus dem Verhalten des biologischen Rhythmus Systems lassen sich allerdings Prognosen darüber treffen, wie sich der Organismus wahrscheinlich zukünftig ausrichtet, wenn keine Bewusstmachung  zur momentanen Situation erfolgt und keine Veränderung eingeleitet wird. Hier liegt ein großer Vorteil der Stimmfrequenzanalyse gegenüber herkömmlichen funktionellen Analyseverfahren.

Es können  fundierte Entscheidungen bezüglich Ernährung, Nahrungsergänzung, Bewegung, den psychologischen wie physiologischen Umgang mit der eigenen Persönlichkeit (Grundtypus) getroffen werden.

Es existieren empirische Daten in der Literatur und erste wissenschaftliche  Kenntnisse zu den Ruherhythmen einiger Basissysteme vor allem aus der Forschung der Chronobiologie. Der jeweilige Stand des Wissens wird fortlaufend in der Entwicklung der Analysetechnik berücksichtigt.

vocalyse® ist ein valides Analyseprogramm aufgrund der Kalibrierung seiner Stimmaufnahmen.
 


 

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Annegret Linde
88131 Lindau
Tel:: 0178 / 6643214

an.linde@stimmanalyse.eu

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